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Ein kämpferischer 1. Mai

Montag, 1.Mai von Admin

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Heute ist Tag der Arbeit. Jedes Jahr ist dies für uns ein besonderer Anlass, um auf bestehende Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft hinzuweisen. Denn gerade der Bereich der Arbeit ist dabei wichtig. Auch wenn die Arbeiter*innenbewegung in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht hat, ist doch immer noch viel zu tun. Menschen erhalten völlig grundlos nur befristete Arbeitsverträge, was ihre gesamte Lebenssituation prekär macht. Die Vergütung, welche Auszubildende erhalten, ist in vielen Branchen geradezu lächerlich. Außerdem besteht immer noch ein nicht zu rechtfertigender Unterschied bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Leih- und Zeitarbeit sind immer noch voll im Trend und verhindern, dass vor allem junge Menschen ihr zukünftiges Leben planen können. Es gebe noch so viele andere Beispiele. Natürlich liegen die meisten dieser Missstände schlicht und ergreifend in der Profitlogik des Kapitalismus begründet. Daher ist der 1. Mai auch immer ein Tag, an dem wir der Welt zeigen, dass es eine Welt jenseits des Kapitalismus geben kann und geben muss. Für uns ist und bleibt das der Demokratische Sozialismus.

Deshalb haben wir auch heute wieder für einen grundlegenden Wechsel demonstriert. Das taten wir mit anderen Jusos, Gewerkschaften und vielen anderen Engagierten.

Leider gibt es aber auch Gruppen, die den Tag der Arbeit für sich nutzen wollen, obwohl sie gerade den Zielen der internationalen Arbeiter*innenbewegung entgegenstehen. Dazu gehört zum Beispiel die sog. „Alternative für Deutschland“. Diese Partei vertritt offen nationalistisches und rassischtisches Gedankengut und ein Blick in ihr Parteiprogramm genügt, um festzustellen, dass neben allen Menschen, die für sie nicht „deutsch“ genug sind, vor allem die Arbeiter*innen und schwächeren der Gesellschaft, massiv unter einer AfD-Regierung leiden würden.

Trotzdem wollten sie heute den „Tag der Arbeit“ missbrauchen und im Bürgerpark Pankow eine Veranstaltung abhalten. Das sollte wohl so eine Art Fest sein. Sehr spaßig sah das allerdings nicht aus. Um die ca. 30-AfDler standen auch noch ein X-Faches an Polizist*innen. So richtig Freude wollte da nicht aufkommen. Glücklicherweise haben wir dann über den Mittag die kleine AfD-Feier zusammen mit Hunderten anderen Antifaschist*innen etwas „aufgehübscht“.

Alles in allem ein gelungener Tag. Aber natürlich geht der Kampf für unsere Ziele auch in Zukunft an jedem Tag weiter.

Euch allen jetzt aber erstmal noch einen schönen Rest von diesem wunderschönen 1. Mai